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Wald

Der Wald ist Klimaschützer Nummer Eins. Ohne die nachhaltige Waldnutzung durch die Waldbesitzer würden die jährlichen Emissionen Deutschlands um 14 Prozent höher liegen (Quelle: Bundeslandwirtschaftsministerium). Der Wald ist gleichzeitig auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: In dem Cluster Forst- und Holzwirtschaft sind in Deutschland rund 1,1 Millionen Menschen beschäftigt. Der Schutz des Waldes bei klimabedingten Extremen wie Sturm, Trockenheit und Dürre ist deswegen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und eine kluge Investition in den Klimaschutz.

Im Rahmen der forstlichen Förderung der GAK muss der Anteil der Bundesmittel erhöht werden, um die Erschließung der Bestände, die Aufarbeitung von Schadholz, die Holzlagerung und die Wiederaufforstung zu unterstützen.

Zudem müssen die Möglichkeiten des § 34b EStG genutzt werden, um den Viertelsteuersatz auf Kalamitätsholz ab dem ersten Festmeter Schadholz zu erheben und die Pauschsätze für Betriebsausgaben zu erhöhen. Nur so können die Waldbesitzer die Folgen von Klimaextremen verkraften und in den Schutz des Waldes und in nachhaltigen Waldbau investieren.

Der Klimawandel stellt die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen. Nicht-heimische Baumarten können gegen Trockenheit, Krankheit und Schädlingsbefall widerstandsfähiger sein als heimische Baumarten. Die Eigentümer brauchen daher Wahlfreiheit bei der Baumartenwahl. Eine Diskriminierung nichtheimischer Baumarten lehnen wir ab.

Das Forstschäden-Ausgleichsgesetz sollte im Einklang mit dem EU-Recht modernisiert werden, um in Krisenjahren wie 2018, in denen Mehrfach-Kalamitäten auftreten, wirksam helfen zu können.