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Energie

Wir engagieren uns für eine nachhaltige Energieerzeugung und -versorgung. Land- und Forstwirte leisten mit ihren Flächen und Produkten dazu einen wichtigen Beitrag. Derzeit ist der Netzausbau die Achillesferse der Energiewende. Die Bundesnetzagentur beziffert die Gesamtlänge der benötigten Leitungen auf ca. 5.900 km. Durch den geplanten Kohleausstieg werden die Netze durch Zubau von Trassen noch erheblich erweitert werden müssen. Der weit überwiegende Teil wird auf land- oder forstwirtschaftlichen Flächen verlegt werden. Daher ist die Akzeptanz der Flächeninhaber für den Netzausbau unabdingbar für das Gelingen der Energiewende.

Wer fremden Grund und Boden nutzt und damit erhebliche, privatwirtschaftliche Erträge erwirtschaftet, muss auch diejenigen daran teilhaben lassen, die diese Möglichkeit erst mit ihrem Eigentum eröffnen. Mit dem Netz- und Infrastrukturausbau werden Flächen der Eigentümer dauerhaft beansprucht. Wir fordern daher eine laufende Vergütung für Flächeneigentümer für die dauernde Beanspruchung von Flächen über einen Indienststellungsvertrag. Dieses ist auch ein Gebot der Generationengerechtigkeit. Darüber hinaus müssen die Betroffenen für Aufwendungen, etwa für rechtliche und steuerliche Beratung, vollumfänglich entschädigt werden.

Unabhängig davon müssen Dienstbarkeitsentschädigungen, Beschleunigungszuschläge und Akzeptanzzahlungen deutlich erhöht werden. Darüber hinaus müssen die Betroffenen für Aufwendungen, etwa für rechtliche und steuerliche Beratung, vollumfänglich entschädigt werden.


Holz als Energieträger: Fakten und Argumente

Die energetische Holznutzung leistet einen wichtigen Betrag zum Klimaschutz. Gerade im Kontext der Energiewende und des Kohleausstiegs trägt Energiegewinnung aus nachhaltiger Biomasse auf Holzbasis dazu bei, fossile CO2-Emissionen und die Abhängigkeit von Kohle und Gas zu reduzieren. Bei der Wärmegewinnung aus Holz wird CO2 zwar wieder   freigesetzt. Der Kohlenstoff, der beim Verbrennen von Holz emmitiert wird, entspricht jedoch genau dem Kohlenstoff, den der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat und der nach der Ernte des Baumes wieder nachwächst. In diesem Kreislauf schneidet Holz als Energieträger hinsichtlich der Klimaeffizienz mit anderen Energieträgern deutlich besser ab. Voraussetzung ist die nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung der Wälder. (Weitere Informationen auf der Themenseite "Wald")

Fakten und Argumente

  • Die THG-Emissionen bei der Wärmegewinnung aus Holz ist im Vergleich zu anderen Energieträgern deutlich geringer. Jeder energetisch genutzte Festmeter Holz kann je nach Referenzprodukt zwischen 100 kg (sonstige Erneuerbare) und 920 kg (Wärme aus Strom) an THG-Emissionen einsparen und damit einen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leisten.
  • Die THG-Emissionen bei der Wärmebereitstellung aus Heizöl liegen mehr als 9-mal höher als bei Wärme aus Holz. Im Vergleich zu Wärme aus Strom beträgt der Faktor sogar 15.
  • Voraussetzung für diese nahezu klimaneutrale Wärmebereitstellung sind ein geschlossener Kohlenstoffkreislauf und eine nachhaltige Forstwirtschaft, wie sie in Deutschland praktiziert wird. Es wird dabei nur so viel Holz entnommen, wie nachwächst. Dieses Prinzip der Nachhaltigkeit wird mit der Bundeswaldinventur von 2012 sowie der Kohlenstoffinventur aus dem Jahr 2017 belegt. Mit Blick auf die nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland trägt Holzenergie damit nicht zu einem Rückgang der Wälder oder gar zu Abholzung bei.
  • Bioenergie aus bewirtschafteten Wäldern spart fast 10 Mal so viel Kohlenstoff, wie die Speicherung in ungenutzten Wäldern: Das zeigt eine Studie von Prof. Roland Irslinger (Universität Tübingen). In einer Bilanzierung von bewirtschafteten und unbewirtschafteten Wäldern schlussfolgert Prof. Irslinger, dass bei einer Nichtnutzung von zehn Prozent der deutschen Waldfläche zwischen acht und neun Mio. Tonnen CO2 zusätzlich frei würden, die dann anderweitig eingespart und kompensiert werden müssten. Als Vergleich nennt er den innerdeutschen Flugverkehr, der „nur“ für 2,5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr verantwortlich sei. (Nachlesen)
  • Der Kohlenstoffkreislauf schließt sich bei der Holzverbrennung durch nachwachsende Bäume üblicherweise in wenigen Jahrzehnten. Da jedoch Entnahme und Aufwuchs gleichzeitig stattfinden, bleibt die Kohlenstoffmenge im Wald annähernd gleich.
  • In der nachhaltigen Forstwirtschaft werden Bäume in der Regel für die Herstellung langlebiger Holzprodukte verwendet. Rest- und Schadholz hingegen ist für die Industrie bisher ohne Nutzen und gibt demnach das gespeicherte CO2 ungenutzt in die Atmosphäre ab, wenn es verrottet. Dieses Holz kann für die Energieerzeugung genutzt werden. Laut einer Studie der EU-Kommission wird für Energieerzeugungsanlagen für Nah- und Fernwärme oder für die Industrie überwiegend Holz aus Ernte- oder Prozessabfällen sowie Schadholz verwendet. Das heißt: Es werden in Deutschland in der Regel keine Bäume nur für die Energiegewinnung gefällt.
  • Besonders nachhaltig ist die Energiegewinnung aus Holz zudem am Ende eines Lebenszyklus, also nach der Nutzung in Holz- oder Papierprodukten (Kaskadennutzung).

Unser Ziel muss sein: Weniger CO2 aus fossilen Energieträgern. Wenn erneuerbare Energien fossile Brennstoffe ersetzen können, hilft das bei der Bekämpfung des Klimawandels. Dazu sind die nachhaltige Bewirtschaftung unser Wälder und die Nutzung von Holz als Energieträger ein wichtiger Beitrag.

 

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