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Waldgutachten muss Grundlage für Politik der Zukunft sein

Beim Fachgespräch im Agrarausschuss des Deutschen Bundestages zum Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats Waldpolitik (WBW) am 4. Juli 2022 forderte der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst Max v. Elverfeldt als Sachverständiger, dass das wissenschaftliche Gutachten als Grundlage für die Gestaltung der Waldpolitik der Zukunft verstanden und verwendet werden müsse. „Das WBW-Gutachten stellt eine wichtige und umfassende Leitlinie für Waldbesitzende und für die Akteure der Waldpolitik dar. In entscheidenden Politikfeldern finden die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats Waldpolitik jedoch bis dato keinerlei Berücksichtigung bzw. werden sogar konterkariert.“
 
Der Verbandsvorsitzende äußerte vor dem Hintergrund einen klaren Appell an die Politik: „Hört auf die Wissenschaftler. Wir müssen jetzt bei den entsprechenden politischen Vorhaben, wie dem EU Green Deal oder dem Klimaschutzgesetzt, dringend nachsteuern. Der WBW hat in seinem Gutachten deutlich gemacht, dass die dringend notwendige Anpassung der Wälder an den Klimawandel nur durch die Steuerung durch den Menschen erfolgreich umgesetzt werden kann. Der zukunftsgerichtete Waldbau darf nicht durch Nutzungsverbote und Flächenstilllegungen behindert werden, er muss vielmehr durch eine nachhaltige Forstwirtschaft unterstützt werden.“

Das Gutachten „Die Anpassung von Wäldern und Waldwirtschaft an den Klimawandel“ wurde durch den WBW unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Bauhus, Professor für Waldbau an der Universität Freiburg, im Oktober 2021 an das BMEL übergeben.