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Lokale Nutzungsverbote führen zu globalen Umweltbelastungen

Im Vorfeld der am 11. Oktober startenden UN-Artenschutzkonferenz im chinesischen Kunming betonen die Familienbetriebe Land und Forst, wie wichtig eine globale Strategie für die Erreichung unserer Umweltziele ist. „Kurzsichtige Stilllegungen von land- und forstwirtschaftlichen Flächen, wie sie aktuell von der EU-Kommission im Rahmen des Green Deals vorgeschlagen werden, führen nicht automatisch zu mehr Arten- und Klimaschutz, sondern zu umweltbelastenden Verlagerungseffekten in anderen Teilen der Welt. Damit ist unserer Umwelt nicht geholfen“, erklärt Fabian Wendenburg, der Geschäftsführer der Familienbetriebe Land und Forst.

„Wir dürfen den Arten- und Klimaschutz nicht nur lokal betrachten, wir müssen global denken. Wenn Forst- und Landwirte in Europa aufgrund von Nutzungsverboten weniger Nahrungs- und Futtermittel sowie nachwachsende Rohstoffe erzeugen können, führt das dazu, dass immer mehr Rohstoffe aus anderen Ländern importiert werden müssen. Mit Blick auf weite Transportwege und deutlich niedrigere Standards vor Ort kommt es dann zu negativen Effekten für die Umwelt“, so Wendenburg.

Die Familienbetriebe Land und Forst fordern bereits seit einiger Zeit ein Umdenken: „Unsere Mitgliedsbetriebe haben ein hohes Interesse daran, die Umwelt für ihre eigene Existenz und ihre Nachfahren zu erhalten. Deshalb möchten wir aktiv am Gelingen der europäischen Biodiversitätsstrategie mitwirken und schlagen wirksame Alternativen zu den beabsichtigten Nutzungsverboten vor. Dazu zählt sowohl ein integrativer Ansatz von Bewirtschaftung und Artenschutz als auch eine Honorierung und Inwertsetzung von ökologischen Leistungen der Land- und Forstwirtschaft“, erklärt Wendenburg.