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Koalitionsverhandlungen: Forst- und Holzwirtschaft fordert aktiven Klimaschutz mit Wald und Holz

Vertreter der Plattform Forst & Holz bei der offiziellen Vorstellung des gemeinsamen Appells vor dem Bundestag.

Auf maßgebliche Initiative der Familienbetriebe Land und Forst appellieren knapp 30 Verbände aus dem Cluster Forst und Holz an die Verhandlungsparteien der Ampel-Koalition, die Weichen für aktiven Klimaschutz mit Wald und Holz zu stellen und diese Klimaschutzleistung künftig entsprechend zu honorieren. Um die verschärften Klimaschutzziele zu erreichen, müssen aus Sicht der Verbände politische Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und für die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz dauerhaft geschaffen und gesichert werden.

„Wir müssen im Klimaschutz konsequent auf Holz als nachwachsenden Rohstoff setzen“, erklärt Fabian Wendenburg, Geschäftsführer der Familienbetriebe Land und Forst. „Der Wald ist nur ein aktiver Klimaschützer, wenn er nachhaltig bewirtschaftet wird und heimisches Holz produziert. Die neue Bundesregierung muss daher allen Forderungen nach weiteren Nutzungseinschränkungen oder -verboten eine Absage erteilen.“ Zugleich fordern die Verbände eine Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes: „Wenn Emittenten einen CO2-Preis zahlen müssen, ist es nur konsequent, wenn Wald und Holz als Kohlenstoffspeicher vergütet werden.“

Nachhaltiges Bauen, Wohnen und Heizen mit Holz sind unverzichtbar, damit Deutschland klimaneutral wird. Ohne den Beitrag der bewirtschafteten Wälder und der Holzverwendung würden die Treibhausgasemissionen hierzulande um 14 Prozent höher ausfallen. Anstatt jedoch zukünftig noch mehr auf deutsches Holz zu setzen, wird beispielsweise das deutsche Klimaschutzgesetz zu deutlichen Nutzungseinschränkungen führen, so dass rund die Hälfte des jährlichen Zuwachses im Wald verbleiben muss.

Den gemeinsamen Appell für aktiven Klimaschutz mit Wald und Holz finden Sie unter diesem LINK

 


Zusatzinformation zur Plattform Forst & Holz

Die Plattform Forst & Holz ist ein Zusammenschluss der Dachverbände Deutsche Forstwirtschaftsrat e. V. (DFWR) und Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR) und vertritt die gemeinsamen Interessen des Clusters Forst und Holz als Holzwirtschaftskette vom Wald bis zum Endprodukt. Mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 181 Mrd. Euro, 128.000 Unternehmen und 1,1 Mio. Beschäftigten hat die holzbasierte Wertschöpfung einen hohen Stellenwert für die Wirtschaftskraft und die Beschäftigung in Deutschland und gilt als eine der Schlüsselbranchen insbesondere im ländlichen Raum.