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Forst- und Holzwirtschaft fordern Nachjustierung beim Klimaschutzgesetz

Verbände der Forst- und Holzwirtschaft im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Artur Au-ernhammer (CSU).
Verbände der Forst- und Holzwirtschaft im Gespräch mit der Beauftragten für Klimaschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Anja Weisgerber.

Anlässlich der heutigen Anhörung zum Klimaschutzgesetz im Deutschen Bundestag haben sich die Verbände der Forst- und Holzwirtschaft vor dem Bundestag mit Dr. Anja Weisgerber, MdB (CSU) und Artur Auernhammer (CSU) getroffen, um darauf hinzuweisen, dass mit dem aktuellen Gesetzesentwurf die Klimaziele im Wald nicht erreicht werden können. Max v. Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst, erklärt dazu: „Bei der Klimabilanzierung für den Wald liegt der Fokus aktuell allein auf dem Waldspeicher. Die Holznutzung und deren Substitutionseffekte, also der Ersatz klimaschädlicher Materialien und Rohstoffe durch den klimafreundlichen, nachwachsenden Rohstoff Holz, werden dem Sektor hingegen nicht zugerechnet. In dieser Logik wird aber jede Baumentnahme im Wald bilanziell zu einer Emission – selbst wenn sie getätigt wird, um einen klimastabilen Waldumbau zu betreiben bzw. den wichtigen nachwachsenden Rohstoff Holz zu nutzen.“

Die Verbände aus der Forst- und Holzwirtschaft fordern deshalb dringend eine Nachjustierung beim Klimaschutzgesetz. „Der Bundestag muss jetzt dringend handeln! Die aktuelle Ausgestaltung ist völlig kontraproduktiv. Das Klimaschutzgesetz darf nicht nur die natürliche CO2-Senkenwirkung der Wälder in den Fokus nehmen, sondern muss auch den Holzproduktespeicher und die sektorübergreifenden Substitutionsleistungen in die Gesamtbetrachtung miteinbeziehen“, so Elverfeldt. Er verweist in dem Kontext auf die Stellungnahme des Bundesrates, der sich dafür ausspricht, bei der Ausgestaltung der Maßnahmen für den LULUCF-Sektor die nachhaltige Waldwirtschaft und die dazu erforderliche regelmäßige Pflege der Waldbestände in die Betrachtungen mit einzubeziehen.

„Eine Einschränkung der Waldwirtschaft würde nicht nur den klimastabilen Waldumbau unmöglich machen, sondern auch negative Auswirkungen auf die Klimaziele in anderen Sektoren, bspw. im Gebäude- und Industriesektor, haben. Eine dauerhafte, nachhaltige CO2-Reduktion ist nur durch eine aktive, nachhaltige Waldbewirtschaftung gewährleistet, die zudem eine entsprechende Honorierung verdient. Aus unserer Sicht darf es keine fiskalischen Anreize für eine dauerhafte Waldstilllegung geben“, so Elverfeldt.