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Familienbetriebe Land und Forst begrüßen Durchbruch bei UN-Weltnaturgipfel

Nach rund zweiwöchigen Verhandlungen haben sich die Teilnehmer der UN-Biodiversitätskonferenz im kanadischen Montreal auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt. Dazu erklärt der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max v. Elverfeldt: „Mit der heutigen Unterzeichnung haben die rund 200 beteiligten Staaten ein globales Artenschutzabkommen auf den Weg gebracht und damit einen wichtigen Meilenstein für den Erhalt der Artenvielfalt erreicht. Denn nationale oder europäische Alleingänge werden dem Rückgang der Arten nicht gerecht, weil sie unerwünschte Nebenwirkungen auf andere Regionen vernachlässigen. Die EU-Kommission muss dieses Ergebnis nun zum Anlass nehmen, genau zu schauen, wie der EU Green Deal mit den vorgesehenen Produktionseinschränkungen in der Land- und Forstwirtschaft zu Produktionsverlagerungen und Biodiversitätsrückgängen außerhalb Europas beiträgt. Wir brauchen dringend eine solide Folgenabschätzung zum Problem der Verlagerungseffekte.“
 
Elverfeldt weiter: „Richtig wäre es, die nachhaltige Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Flächen durch integrierte Nutzungsformen ohne Gefährdung der Versorgungssicherheit und der ökonomischen Basis unserer Betriebe noch stärker für das Angebot lebenswerter Landschaften für Flora und Fauna einzusetzen. Deutschland verfügt über eine lang gewachsene Kulturlandschaft, die ein eigenes wertvolles Artenspektrum hervorgebracht hat, das schützenswert ist. Ein Bespiel: Der bewirtschaftete Wald führt zu mehr Lichteinfall auf dem Boden als ein ‚Urwald‘. Dadurch haben sich im Wirtschaftswald Arten niedergelassen, die ihr Habitat bei einer Unterschutzstellung des Waldes verlieren würden.“