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Familienbetriebe Land und Forst kritisieren Förderprogramm für den Wald

Anlässlich des heute (07. Juli 2022) durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung vorgestellte Förderprogramm für den Wald übt der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst Max v. Elverfeldt wiederholt Kritik. „Es ist wichtig, dass wir jetzt endlich in den klimastabilen Waldumbau investieren und unseren Waldbäuerinnen und -bauern die dafür notwendigen finanziellen Mittel an die Hand geben. Nur so können Wald und Holz auch weiterhin zum Schutz des Klimas beitragen. Das Förderprogramm des Bundeslandwirtschaftsministeriums scheint dafür in seiner jetzigen Form nicht das geeignete Instrument“, so Elverfeldt.

Die Familienbetriebe Land und Forst fordern bereits seit einiger Zeit, dass die Ökosystemleistungen des Waldes, allen voran die Klimaschutzleistung, entsprechend honoriert werden. „Das Förderprogramm lässt diesen wichtigen Aspekt jedoch völlig außen vor und setzt falsche Anreize für den klimastabilen Waldumbau.“ Die dringend notwendige Anpassung der Wälder an den Klimawandel würde durch die geforderten Nutzungseinschränkungen und Flächenstilllegungen behindert. „Der klimastabile Waldumbau kann aber nur durch die Steuerung durch den Menschen erfolgreich umgesetzt werden, darin bestätigt uns auch das aktuelle Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats Waldpolitik zum Waldumbau“.

Auf nicht-bewirtschafteten Flächen sei weder der Waldumbau noch die Produktion des nachwachsenden Rohstoffs Holz möglich. Durch die Verrottung im Wald werde vielmehr CO2 freigesetzt, anstatt es in Holzprodukten zu binden und mit Holz andere, klimaschädliche Materialien zu ersetzen. „Damit erweist das Förderprogramm dem Klimaschutz einen Bärendienst“, erklärt Elverfeldt.