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Agrarministerkonferenz: Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes muss zügig umgesetzt werden

Max von Elverfeldt und Hans-Georg von der Marwitz vor dem Kampagnensymbol. Foto: AGDW / Photothek

Auf der Agrarministerkonferenz in Dresden Ende September 2021 stand auch die „Honorierung der Waldökosystemleistungen - Einführung einer Waldklimaprämie“ auf der Tagesordnung. Die Familienbetriebe Land und Forst und die AGDW – Die Waldeigentümer forderten in dem Kontext von den Agrarministerinnen und -ministern, sich nun auch gegenüber der neuen Bundesregierung für die Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes stark zu machen.

„Die Agrarminister haben sich bereits im letzten Jahr zur Honorierung der Klimaschutzleistung bekannt, jetzt müssen konkrete Taten folgen. Wir fordern eine zügige Umsetzung in Zusammenarbeit mit der neuen Bundesregierung, damit der klimaresiliente Waldumbau vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse gelingen kann“, so die beiden Verbandspräsidenten Hans-Georg von der Marwitz und Max von Elverfeldt.

„Dabei fordern wir Waldeigentümer keine Honorierung fürs Nichts-tun, sondern für den aktiv betriebenen Waldumbau“, sagte von Elverfeldt. Für ihre Forderung erhalten die Waldeigentümer Zustimmung aus der Bevölkerung: In einer repräsentativen Yougov-Umfrage haben sich 76 Prozent der Deutschen für eine dauerhafte Unterstützung des Waldes und seiner Bewirtschafter aus Mitteln des Energie- und Klimafonds (EKF) ausgesprochen. (https://www.wald-ist-klimaschuetzer.de/umfrage/)


Im Ergebnisprotokoll der AMK 2021 in Dresden wurde Folgendes hinsichtlich der Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes festgehalten:

"Die Ministerinnen, Minister, Senatorin und Senatoren der Agrarressorts der Länder nehmen den schriftlichen Bericht des Bundes über die Weiterentwicklung der Honorierung von Klimaschutz- und anderen Ökosystemleistungen der Wälder zur Kenntnis. Sie bitten den Bund, auf Basis des vorliegenden Berichts, die noch offenen politischen, fachlichen, rechtlichen und administrativen Fragen in Abstimmung mit den Ländern zu klären und bis zum Ende des Jahres ein konkretes Umsetzungsmodell vorzulegen, auf dessen Basis die Honorierung im Jahr 2022 starten kann, sofern dafür die Finanzierung gegeben ist. Sie bekräftigen ihren Beschluss, dass der Bund zusammen mit den Ländern einen langfristigen Ansatz weiterentwickeln solle, der konkrete, über die bisherigen Zertifizierungssysteme hinausgehende Anforderungen an zusätzliche Klimaschutzund Biodiversitätsleistungen adressiert, diese honoriert und die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer dadurch in die Lage versetzt, ihre Wälder klimaresilienter weiterzuentwickeln und, wenn nötig, umzubauen. Hierzu ist eine Verstetigung der Finanzmittel sicherzustellen. Das Honorierungsmodell muss sich am Ziel einer nachhaltigen ökologischen Lenkungswirkung orientieren, um unsere Waldökosysteme bestmöglich für die gegenwärtigen und kommenden Herausforderungen zu wappnen.